
„WIR KENNEN DIE BRANCHE IN- UND AUSWENDIG“
Ein Gespräch mit Siegrid Hampsink, Event-Direktorin der European Bridal Week
Während die Brautmodenbranche sich versucht einer schnelllebigen, technologiegtriebenen Welt anzupassen, gibt es eine Fachmesse, die sich dadurch auszeichnet, ihrem Fokus auf Leidenschaft und Gefühl sowie wahre Handwerkskunst treu zu bleiben: die European Bridal Week. Die Vorbereitungen für die kommende Ausgabe, die vom 28. - 30. März 2026 in der Messe Essen stattfinden wird, sind schon in vollem Gange, und einmal mehr zeigt die EBW ihr Gespür für Trends, Authentizität und eine echten Branchenorientiertheit.
Viele Veranstaltungen behaupten von sich, im Sinne der Branche zu handeln; doch die European Bridal Week erstreckt sich in anderen Dimensionen. Sie ist mehr als nur eine Messe — sie ist ein sorgfältig durchdachtes Event, das von einem Team „aus dem Fach" organisiert wird, von Menschen, die seit Jahrzehnten in der Brautmodenbranche tätig sind. Diese einzigartige Perspektive ermöglicht es dem Team hinter der EBW, nicht nur als Veranstalter, sondern als ein echter Partner der Branche zu agieren.
Wir haben mit Siegrid Hampsink, Event-Direktorin der European Bridal Week, über die Bedeutung von Authentizität in einer sich wandelnden Welt gesprochen, darüber, was die EBW so besonders macht — und warum es einen großen Unterschied macht, die Branche von innen heraus zu kennen.
F: Die European Bridal Week hat sich auf internationaler Ebene einen hervorragenden Ruf erworben. Worin liegt das Geheimnis dieses Erfolgs?
A: Der Schlüssel zum Erfolg liegt in einer einfachen Wahrheit: Wir kennen die Branche in- und auswendig – nicht nur aus organisatorischer Sicht, sondern aus echter Praxiserfahrung. Unsere Teammitglieder kommen nicht nur aus dem Eventbereich. Wir bringen Fachkenntnisse aus der Fashion- und Brautmodenindustrie mit, sowohl B2B als auch B2C; wir haben Einzelhandelsgeschäfte geführt, Kollektionen entwickelt, Vertriebsstrategien entwickelt, Sales-Teams geleitet und eng mit Designern zusammengearbeitet. Diese Erfahrung ermöglicht uns ein viel tieferes Verständnis dafür, was unsere Aussteller und Besucher tatsächlich von einer Fachmesse erwarten.
Wenn wir also die European Bridal Week organisieren, dann wollen wir nicht einfach nur eine Halle füllen. Wir erschaffen eine Business-Plattform, die die realen Bedürfnisse der Branche widerspiegelt – strategisch, wirtschaftlich und kreativ.
F: Wie wirkt sich diese Erfahrung auf die Gestaltung der Messe aus?
A: Sie beeinflusst alles. Von der Strukturierung des Messeaufbaus bis hin zur Kommunikation mit Marken und Einkäufern – jede Entscheidung basiert auf Branchen-Know-how. Wir wissen beispielsweise, wie wichtig das Timing für die Vororderplanung ist, wie Einzelhändler denken, wenn sie auf der Suche nach neuen Kollektionen sind, und was Designer in Bezug auf Sichtbarkeit benötigen. Es geht hier nicht um Vermutungen – es geht um pures Verstehen. Und genau das ermöglicht es uns bei der EBW, relevant zu bleiben und sich gemeinsam mit dem Markt weiterzuentwickeln.
F: Viele Unternehmen setzen heute stark auf KI für Kampagnen und Kommunikation. Warum hat man sich bei der EBW bewusst dagegen entschieden?
A: Wir schätzen in hohem Maße Innovation – aber Kreativität in der Brautmodenbranche sollte und kann niemals künstlich generiert sein. Deshalb haben wir ganz bewusst die Entscheidung getroffen, keine KI einzusetzen – weder im kreativen Prozess, noch bei der Bildgestaltung oder in unserer Kommunikation. Die Brautmodenwelt lebt von Emotion, Tradition und Handwerkskunst. Und wenn man in einer Branche arbeitet, die sich um die bedeutendsten Momente im Leben von Menschen dreht, zählt vor allem eines: Authentizität. Das alles sind Werte, die sich durch nichts ersetzen lassen. Unsere Kampagnen, unser Messedesign, unser Storytelling – alles das wird von echten Menschen gemacht, die die Nuancen dieser Branche verstehen. Und ich kann aus tiefstem Herzen sagen: Wir sind stolz darauf, für Echtheit zu stehen – gerade in einer Zeit, in der es verlockend ist, den Weg des geringeren Widerstandes gehen.
F: Was braucht die Branche Ihrer Meinung nach aktuell am dringendsten?
A: Sie braucht Verbindungen – echte, bedeutungsvolle Verbindungen. Zwischen Designern und Einzelhändlern. Zwischen Handwerk und Handel. Zwischen Tradition und Innovation. Die European Bridal Week versteht sich als genau der Ort, an dem diese Verbindungen entstehen. Es geht hier nicht nur um Messestände in einer Halle – es ist eine Plattform, auf der Ideen ausgetauscht, Geschäfte aufgebaut und die Zukunft der Brautmode gemeinsam gestaltet wird. Und genau deshalb vertrauen uns die Menschen. Weil sie wissen: Wir organisieren nicht einfach nur eine Messe – wir schaffen einen Raum, in dem die DNA dieser Branche atmet und lebt.
F: Was dürfen Aussteller und Besucher 2026 von der European Bridal Week erwarten?
A: Ohne zu viel zu verraten, kann ich sagen: Erwarten Sie eine Messe, die Ihre Sprache spricht. Ganz gleich, ob Sie eine Weltmarke, ein Einzelhändler oder aufstrebender Designer sind – wir schaffen ein Erlebnis, das begreift und versteht, wo Sie stehen und wohin Sie sich entwickeln wollen. Hinter den Kulissen arbeitet unser Marketingteam bereits an einer Kampagne, die die Essenz dessen widerspiegelt, wofür die EBW steht. Es geht nicht nur darum, Trends zu präsentieren – obwohl es auch das geben wird – sondern darum, die Stimmung, die Emotion und die Energie der Branche einzufangen und widerzuspiegeln. Wir werden weiterhin rund 500 führende und aufstrebende Marken präsentieren, unsere Messebereiche ausbauen und neue Geschäftsmöglichkeiten fördern – und dabei stets unseren Kernwerten treu bleiben: Qualität, Authentizität und kreative Vision mit Substanz.

18-08-2025